Rundgang Station 2:

Hauptmarkt

Der Hauptmarkt war vor 1933 Schauplatz von Straßenkämpfen zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten (siehe auch Hans Eiden). "Am Sonntag – dem 25. Juni 1932 - versammelte sich gegen 10 Uhr die SA in der Nagelstraße und marschierte in geschlossenem Zug durch die Brotstraße in Richtung Hauptmarkt. Schon in der Grabenstraße wurden Leute, die hier spazieren gingen, durch provozierendes Verhalten belästigt. Die SA gab zu verstehen, dass alles auszuweichen hat, wenn sie marschiert."
Auf dem Hauptmarkt stand noch eine Gruppe Kommunisten. "Aufreizende Zurufe wurden von den Gruppen beider Parteien gemacht. Die Nationalsozialisten schrien ,Deutschland erwache' und sangen das Horst-Wessel-Lied. Während lautstark ,Die Fahne hoch, die Reihen dicht geschlossen, SA marschiert... ' erschallte, antworteten die Kommunisten mit der ,Internationale' ". Nach dem Bericht eines Augenzeugen hörte man auf seiten der Nationalsozialisten einen Pfiff. Sie stürzten sich auf die Kommunisten, die in der Minderzahl waren und durch die Grabenstraße in Richtung Palaststraße flüchteten. Plötzlich gab es Schüsse (...)
Neugierige, die wieder herbeigekommen waren, stoben auseinander; einige Nationalsozialisten nahmen aber die Verfolgung auf. Bei den Schlägereien gab es Verletzte auf beiden Seiten (...) Bei einigen im Gesicht Verletzten sah man deutlich, dass die Wunden von Fußtritten oder gefährlichen Werkzeugen herrührten." (Christoffel, S. 6-8).

 

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Hauptmarkt 1935
Der Hauptmarkt 1935

Polizeiwache am Hauptmarkt 1941
Die Polizeiwache am Hauptmarkt (Juli 1941) – Sitz der Gestapo von 1933 bis 1935