KZ Hinzert

Das ehemalige Westwall-Lager Hinzert wurde am 1. Juli 1940 dem Inspekteur der Konzentrationslager unterstellt. Die Baracken boten Platz für 560 Plätze bei regulärer Belegung und zusätzlich 100 Plätze im Krankenrevier. Durchschnittlich befanden sich jedoch 800 Häftlinge im Lager. Insgesamt wurden etwa 13.600 Menschen im SS-Sonderlager/KZ Hinzert eingesperrt.

Darunter waren 1599 luxemburgische Häftlinge, von denen viele in Hinzert eingesperrt wurden, weil sie sich am Widerstand beteiligt oder am Generalstreik 1942 in Luxemburg teilgenommen hatten. Weitere große Häftlingsgruppen kamen aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden und aus der Sowjetunion. Eine besondere Gruppe bildeten die sogenannten E-Polen, die nach den Vorstellungen der Nazis eingedeutscht ("E") werden sollten.

Obwohl es in Hinzert keine Gaskammer gab, starben mehr als 300 Menschen während ihrer Haftzeit in Hinzert, Sie wurden zu Tode geprügelt oder ihre Arbeitskraft wurde solange rücksichtslos ausgebeutet, bis sie tot zusammenbrachen. Mehrfach fanden auch Massenexekutionen statt.

Der Luxemburger Häftling Jean Marie hat die Ankunft im KZ Hinzert folgendermaßen beschrieben: "Der Wagen hält. Brüllende Stimmen, vermischt mit dem Gebell der Hunde! 'Raus, seid ihr noch nicht raus, na wartet, ihr Lumpen!‘ Wir rennen durcheinander wie gejagte Hühner, Knüppel sausen auf unsere Köpfe, Rücken und Beine; wir spüren Fußtritte, Hunde springen uns an... Ich renne im Kreis, ein SS mit einem Hund jagt hinter mir her: 'Schneller, schneller, willst du laufen, du Drecksack!‘ Der Hund springt mir auf den Rücken, ich falle zu Boden."



KZ Hinzert (Skizze)
Der Luxemburger Häftling Jean Marie hat die Ankunft im KZ Hinzert beschrieben.

KZ Hinzert (Skizze)
Skizzen ehemaliger Häftlinge