Rundgang: "Stolpersteine erzählen"

am Nationalen Gedenktag für die Opfer des Holocaust am 27. Januar

Aus Anlass des Nationalen Gedenktages für die Opfer des Holocaust am 27. Januar lädt der Arbeitskreis „Trier in der NS-Zeit“ der Arbeitsgemeinschaft Frieden (AGF) zu einem neuen Stadtrundgang ein: Nazi-Opfer in Trier-Süd und Trier-Mitte, für die „Stolpersteine“ verlegt wurden, stehen im Mittelpunkt dieser etwas anderen Stadtführung.

Unter dem Motto „Stolpersteine erzählen“ werden die Lebensgeschichten ehemaliger Trierer Bürgerinnen und Bürger vorgestellt. Die Ermordeten waren als Juden, Sinti und Roma, Kommunisten oder Christen Teil der Trierer Gesellschaft und wohnten mitten in der Nachbarschaft.

Der Rundgang führt zu 25 der inzwischen 76 „Stolpersteine“ in Trier. Diese dezentralen Mahnmale werden am letzten Wohnort der Opfer des Naziregimes ebenerdig ins Straßenpflaster gelassen. "Wir wollen, dass TriererInnen nicht vergessen werden, die den Nazis aufgrund des Rassenwahns oder weil sie der Diktatur im Wege standen, deportiert und ermordet wurden. Die ‚Stolpersteine’ sollen zur Wachsamkeit mahnen und zum Engagement gegen heutige braune Anfänge ermutigen“, so Markus Pflüger von der AGF.

Der Rundgang dauert ca. 2 Stunden. Ausgangspunkt ist das Friedens- & Umweltzentrum / Weltladen in der Pfützenstr.1 (und nicht wie in einigen Veröffentlichungen angegeben, Ecke Sichelstraße/ Rindertanzstraße! (u.a. TV v.15.01.)

Die antifaschistische Stadtführung wird vom Programm „Vielfalt tut gut!“ gefördert und wird auf Anfrage für Schulklassen und Gruppen durchgeführt. Der Rundgang richtet sich besonders an SchülerInnen, um die Geschichte der NS-Zeit konkret und anschaulich zu machen und gegenüber heutigem Rechts­extremismus zu immunisieren.

Info AGF: 0651 - 99 41 017



Stolpersteineverlegung

Stolpersteineverlegung